Was ist das Problem?
Der Fall Christian Ulmen zum schweren Vorwurf der „virtuellen Vergewaltigung“ sorgt für Entsetzen – und für große Angst bei Eltern vor der neuen KI-Gefahr, mit der Kinder heutzutage aufwachsen. Ein paar Klicks und plötzlich kursieren manipulierte Bilder im Internet. Kinder können damit leichter denn je missbraucht werden – und schwere psychische Schäden davontragen.
Miriam Wecke, Psychologin und psychologische Fachleitung bei „Innocence in Danger e.V.“, warnt: „Schon ein öffentlich zugängliches Foto genügt, um damit Missbrauch zu betreiben. Mit zugänglichen Tools lassen sich mit wenigen Sätzen manipulierte Bilder und Videos erstellen. Besondere Technik-Kenntnisse braucht es dafür kaum.“
Für die Gesellschaft ist diese KI-generierte Form der sexuellen Gewalt eine gefährliche Entwicklung. Es braucht kein reales Bildmaterial mehr, um massiven Schaden anzurichten. Das neue Risiko besteht in der überdimensionalen Ausweitung der Täterkreise, steigender Erpressbarkeit und neuen Abhängigkeitsdynamiken. Dazu kommt der Verlust von Kontrolle über das eigene digitale Abbild.
Hier zum ganzen Artikel: https://www.bild.de/leben-wissen/psychologie-liebe/virtueller-missbrauch-kann-das-meiner-tochter-passieren-ja-69bd66028f57616717159e39
Was ist jetzt zu tun?
Der Gesetzgeber muss hier endlich handeln, um die Gesetzgebung bei Straftaten in Form von digitaler Gewalt den aktuellen Begebenheiten anzupassen. Gesetzeslücken müssen geschlossen und die Rechtsdurchsetzung für Opfer erleichtert werden. Auch der Zugriff auf IP-Adressen muss im Verdachtsfall direkt ermöglicht werden. Zudem ist anzuraten, auch die Förderung von Fachkenntnissen in Polizei, Justiz und Fachstellen zu intensivieren.
Zum Thema sexuelle Gewalt, insbesondere im digitalen Raum, bieten wir mit unseren unterschiedlichen Bildungsformaten informative Aufklärungs- und Präventionsworkshops für Eltern, Fachkräfte, Kinder und Jugendliche.



