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Fragen & Antworten

Hier finden Sie alle wichtigen Fragen und Antworten rund um das Thema „Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“.
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Tipps und Regeln gibt es viele und einige sind sicher wertvoll. Aber so individuell, wie Ihr Kind ist, wird auch Ihr Erziehungsauftrag ausfallen, und deshalb entscheiden immer noch Sie, ob zwei Stunden am Tag „Online“ zu viel oder zu wenig sind und ob so eine Regel in Ihrer Familie überhaupt in Frage kommt.

Eine Auswahl an Tipps, Übungen und Spielen finden Sie hier auf unserer Seite.

Täter sind nur einen Klick von unseren Kindern entfernt

Für Täter war es noch nie so einfach, Kontakt mit Ihren Kindern aufzunehmen. Rechnet man die Daten der MIKADO-Studie aus, haben 728.000 Erwachsene in Deutschland sexualisierte Online-Kontakte zu Kindern (unter 14 Jahren). Online bzw. digital haben Täter und Täterinnen einen entscheidenden Vorteil: den direkten und ungestörten Kontakt zum Kind.

Heute sind bereits 43 % der 7-Jährigen und 80 % der 9-Jährigen online. Noch unübersichtlicher wird die Situation durch Smartphones. 5 % der 6- bis 7-Jährigen, 17 % der 8- bis 9-Jährigen, bereits 43 % der 10- bis 11-Jähringen und satte 73% der 11- bis 12-Jährigen besitzen ein eigenes Smartphone. Eltern verlieren damit oft jegliche Kontrolle über das Surfverhalten ihres Kindes.

Die Nacktbilder-Flut

Um an ein Nacktfoto zu kommen, musste man früher vor den Kioskbesitzer ein entsprechendes Magazin auf den Tresen legen und seinen Blick ertragen. Dieser Kioskbesitzer war die natürliche Hürde gegen Missbrauch. Heute sind Pornobilder für jede sexuelle Vorliebe anonym für jede:n sofort erreichbar.

Geben Sie mal die Buchstaben P O R N oder X X X bei Google ein. Klicken Sie auf „Bilder“. Für Ihre Kinder ist es genauso einfach, auf verstörende Inhalte zu stoßen. Fast jede:r 10. Jugendliche hat bereits ungewollt pornographische oder gewaltvolle Bilder bzw. Filme zugeschickt bekommen. Das sind Bilder, die Kinder und Jugendliche nicht vergessen und die ihr gesamtes weiteres Leben prägen.

Worin die Gefahr der digitalen Medien liegt und welche Auswirkungen die Digitalisierung auf sexuellen Missbrauch hat, erfahren Sie in diesen Videos.

Erfahren Sie außerdem, was Kinderschutz im Zeitalter von Smartphones zu wichtig macht bzw. warum wir Kinderschutz im Netz brauchen.

Wenn es um sexuelle Gewalt im Internet geht, ist es wichtig, Ihr Kind über dieses Thema aufzuklären.

Meistens geben wir uns dem (Irr-)Glauben hin, sexuelle Gewalt an Kindern finde immer nur woanders statt. Leider sieht die Realität ganz anders aus: 80–90 % aller Fälle finden im sozialen Umfeld des Kindes statt. Zu diesem Umfeld gehören mittlerweile auch das Soziale Medien und Online-Spiele. Hier haben Täter oder Täterinnen mittels Chat oder Sprachkanal direkten Zugriff auf ein Kind.

Gerade deshalb ist es so wichtig, Kinder auf positive Art und rechtszeitig aufzuklären. Kinder und Jugendliche müssen eine Sprache an die Hand bekommen, die es ihnen erlaubt, das manchmal unaussprechlich Scheinende auszusprechen. Vage Umschreibungen sind nicht besonders hilfreich und führen eher zu Verwirrung und noch mehr Scham. Deswegen ist es wichtig, dass Kinder ganz selbstverständlich all ihre Körperteile benennen können. Dazu gehören auch Penis, Vulva oder Scheide, Brust und Po.

Kinder müssen wissen, dass es in Ordnung ist, über sexuelle Gewalt zu sprechen. Sorgen Sie für Vertrauen und Transparenz. Machen Sie es Ihrem Kind so leicht wie möglich, sich Ihnen zu öffnen. Informieren Sie sich, wo und wie Sie Hilfe bekommen, wenn die Vermutung besteht, dass ein Kind sexuell missbraucht wird. Eine wichtige Anlaufstelle ist das Hilfeportal Sexueller Missbrauch: www.hilfeportal-missbrauch.de.

Grundsätzlich sollten Eltern nicht überängstlich sein, aber achtsam. Interessieren Sie sich für das digitale Hobby Ihres Kindes und dafür, mit wem Ihr Kind online unterwegs ist. Vor allem: Fragen Sie nach, wenn Sie das Gefühl haben, etwas stimmt nicht.

Mehr über sinnvolle Aufklärung zum Thema erfahren Sie in diesem Video.

Offenheit, Geduld und Verständnis für das Durcheinander in Ihrem Kind ist sicher eine gute Grundvoraussetzung, denn schließlich geht es ja auch um ein sehr intimes Thema. Aber wenn es um sexuelle Gewalt geht, sollten Sie vorbereitet sein.

Hier finden Sie einige Beispiele, die Sie für eine solche Unterhaltung mit Ihrem Kind, Ihrem Enkelkind, Ihrer Schülerin oder Ihrem Schüler nutzen können:

  • „Du darfst immer erzählen, wenn jemand dir wehgetan hat oder deine Gefühle verletzt hat. Es tut sehr gut, mit einem Erwachsenen, dem du vertraust, darüber zu sprechen. Auch wenn du dich vielleicht schämst oder Angst hast, probiere es aus. Meistens geht es dir danach besser.“
  • „Niemand darf dir mit Worten oder Schlägen wehtun oder Angst machen!“
  • „Es gibt Erwachsene oder ältere Jugendliche die wollen, dass Kinder ihren Penis oder ihre Vulva anschauen oder anfassen. Es ist ihnen egal, dass Mädchen und Jungen sich dabei ganz schlimm fühlen. Oft sagen sie, dass es ein Geheimnis ist und vielleicht schlimme Dinge passieren, wenn es erzählt wird. Das stimmt nicht! So etwas darf jedes Mädchen und jeder Junge IMMER erzählen!“
  • „Du darfst alles tun, um dich zu schützen! Du darfst NEIN sagen, Schreien, Hauen, Weglaufen, Weitersagen … alles, was dir einfällt, ist erlaubt!“
  • „Kein Mensch darf dich gegen deinen Willen anfassen oder gar küssen! Auch nicht deine Familie oder Freundinnen und Freunde.“
  • „Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich selbst zu schützen. Wenn es nicht geht, ist das nicht deine Schuld! Finde jemanden, dem du davon erzählen kannst: deine Eltern, Großeltern Freundinnen und Freunde oder jemand aus der Schule. Such dir jemanden, dem du vertraust und der dir helfen kann! Sei mutig und sprich sie an!“
  • Sollte dir nicht geglaubt werden, gib bitte nicht auf! Du wirst sicher jemanden finden, der dir zuhört und hilft.
  • „Geheimnisse, die sich schlecht anfühlen, sind keine Geheimnisse! Wenn du dich mit etwas unwohl oder schlecht fühlst, darfst du es immer erzählen.“

So oder ähnlich können Sie mit Kindern über mögliche Gefahren sprechen. Damit geben Sie zu verstehen, dass es in Ordnung ist, darüber zu sprechen, dass Sie von solchen Problemen wissen und dass Sie einem Kind helfen würden, wenn es sich Ihnen anvertraut.

Außerdem zeigen Sie, dass über alles gesprochen werden kann und das Kind sich nicht schämen muss. Wichtig ist, dass Sie wissen, wo und wie Sie Hilfe bekommen, wenn Sie die Vermutung haben, dass ein Kind sexuell missbraucht wird.

Das Hilfportal Sexueller Missbrauch hilft Ihnen in solchen Fällen. Es ist kostenfrei und anonym unter 0800 22 55 530 oder www.hilfeportal-missbrauch.de erreichbar!

Sexueller Missbrauch ist eine Beziehungstat und die digitalen Medien verschärfen die Problematik noch einmal mehr.

Erfahren Sie in diesem Video mehr über sexuellen Missbrauch.

Missbrauch ist eine Beziehungstat

25 % der Mädchen und 20 % der Jungen werden von Eltern oder anderen sehr nahestehenden Verwandten missbraucht. 50% der Mädchen und 60 % der Jungen werden von Menschen aus ihrem sozialen Nahraum missbraucht. Das können Bekannte, weitere Verwandte, Trainer oder Trainerinnen oder Menschen sein, die sie online kennengelernt haben. 20 % der Täter:innen sind fremde Personen, häufig in Form von Exhibitionist:innen. Vergewaltigungen durch fremde Personen sind eher selten.

Täter:innen kommen aus allen sozialen Schichten und Konfessionen, allen Alters- und Berufsgruppen. Ein allgemeines Täter:innenprofil gibt es nicht.

Strategien von Täter:innen, Auswahl der Opfer

Bei sexuellem Missbrauch handelt es sich um geplante Taten. Menschen, die Kinder missbrauchen, überlegen im Vorfeld genau, welche Mädchen und Jungen „leichte Opfer“ sind. Sie suchen bewusst nach Kindern, zu denen sie einfach Kontakt aufnehmen können. Das sind zum Beispiel Kinder, die sich oft alleine fühlen, die nicht genügend Anerkennung von ihren Eltern bekommen oder die gerade eine schwierige Zeit durchleben. Täter:innen bevorzugen zum Beispiel Mädchen, die gelernt haben, immer lieb, brav und vernünftig sein zu müssen. Oder Jungen, denen vermittelt wurde, dass sie keinen Schmerz und Schwäche zeigen dürfen.

Kontaktaufnahme

Eine Strategie von Tätern oder Täterinnen ist es, gezielt kindgerechte Orte aufzusuchen, zum Beispiel Schwimmbäder, Spielplätze oder soziale Netzwerke und Online-Spiele, um dort Kontakt zu Kindern aufzunehmen. Eine weitere Möglichkeit, „geeignete” Opfer zu finden, bieten z. B. Sportvereine oder andere Bereiche, in denen Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen. Neben ehrenamtlicher Tätigkeit suchen sich Täter:innen bewusst Berufsfelder, in denen sie mit Kindern zu tun haben. So arbeiten sie zum Beispiel in Schulen oder Kindertagesstätten, in Jugendfreizeitcamps oder als medizinisches Personal.

Einige Täter halten bewusst Ausschau nach alleinerziehenden Müttern, um sich über die Beziehung zur Mutter die Möglichkeit zu verschaffen, später ihre Kinder missbrauchen zu können.

Das Internet mit seinen vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten bietet darüber hinaus beste Gelegenheiten, mit Mädchen und Jungen in Kontakt zu treten.

„Testrituale“

Nachdem der Täter oder die Täterin zu einem Kind oder Jugendlichen Kontakt aufgenommen hat, vertieft er oder sie nach und nach auf eine kindgerechte und altersangemessene Art und Weise die Beziehung. Dabei lässt er oder sie sich meistens Zeit. Ziel ist es, das Kind in eine emotionale Beziehung und Abhängigkeit zu verstricken.

Täter:innen „studieren“ Mädchen und Jungen. Sie lernen ihre Vorlieben, Abneigungen, Nöte und heimlichen Wünsche kennen. Gleichzeitig üben sie immer wieder – nur schwer erkennbare – sexuelle Grenzüberschreitungen („Testrituale“) aus. Diese können wie folgt aussehen: in der Umkleidekabine berührt ein Trainer wie zufällig den Intimbereich des Kindes. In der Wohnung des Opas liegen Zeitschriften mit pornographischen Abbildungen herum. Ein Lehrer äußert sich sexistisch über die körperliche Entwicklung seiner Schülerin. Eine Nachbarin gibt vor, das Kind aufklären zu wollen oder tarnt Übergriffe als Körperpflegehandlungen („Lass mich mal gucken, ob du auch richtig abgetrocknet bist.“). Im Chat mit einem Kind werden nebenbei sexuelle Themen angesprochen.

Täter:innen achten genau darauf, wie ihre potenziellen Opfer auf diese „Testrituale“ reagieren. Empören sich Kinder oder Jugendliche, setzen sie sich zur Wehr oder klicken sie den Täter einfach weg, kommen sie als Opfer weniger in Frage. Die Täter:innen lassen meist von ihnen ab. Sie haben zwar Zeit und Mühe investiert, aber die Möglichkeit einer Entdeckung ist groß. Reagiert ein Mädchen oder ein Junge auf die „Testrituale“ eher schüchtern oder versucht sie zu ignorieren, ist das ein Signal für den Täter oder die Täterin, die Beziehung zum Opfer weiter zu intensivieren.

Die Wahrnehmung der Umwelt beeinflussen

Täter:innen gehen davon aus, dass Eltern für Kinder die ersten Ansprechpersonen sind, wenn es darum geht, sich Hilfe zu holen. Darum ist es für sie wichtig, einen guten Eindruck bei den Eltern zu hinterlassen, um Verdachtsmomente gar nicht erst aufkommen zu lassen. In kalkulierter Voraussicht nehmen sie Kontakt zu den Eltern der Kinder auf oder vertiefen diesen.

Sie zeigen sich zum Beispiel als hilfsbereite:r Nachbar:in, der/die mit der Übernahme von Reparaturarbeiten, Babysitterdiensten oder Gewährung von Krediten einspringt. Auch bieten einige an, Fahrdienste zur Schule oder zum Einkaufen zu übernehmen, um Eltern zu entlasten. Ebenso festigen Geschenke an die Eltern das Bild eines netten Menschen ohne Makel. Täter:innen, die beruflich mit Kindern arbeiten, haben oft den Ruf des Kinderlieblings, welcher sich für Rechte und Belange von Mädchen und Jungen einsetzt. Die Eltern vertrauen dieser Person von vorneherein.

Haben sich Täter:innen einen guten Ruf erarbeitet, so haben sie ein Teilziel erreicht: Für das Kind ist es fast unmöglich, sich den Eltern oder anderen Bezugspersonen anzuvertrauen, da es davon ausgeht, dass der erwachsenen, angesehenen Person mehr geglaubt wird als ihm selbst.

Die Manipulation des Opfers

Täter:innen intensivieren nun die Beziehung zu ihren Opfern. Sie steigern zum Beispiel ihre emotionale Zuwendung, machen Mädchen und Jungen Geschenke, geben ihnen das Gefühl, wichtig und etwas ganz Besonderes zu sein. Kinder genießen in der Regel diese spezielle Zuwendung, Anerkennung und Beachtung. Und genau dies setzen Täter:innen ein, um ihre Opfer immer mehr in eine scheinbar unauflösbare Beziehung zu verstricken. Täter:innen sind Profis darin, eine für das Kind/Jugendlichen wichtige Bindung herzustellen. Gleichzeitig steigern sie die sexuellen Übergriffe. Häufig wird die sexuelle Ausbeutung in der Anfangsphase als Pflegeverhalten oder Spiel getarnt. Täter:innen tun oft so, als ob sexuelle Übergriffe Ausdruck von Zuneigung und Zärtlichkeit, von Sorge um die körperliche Entwicklung des Kindes oder von Aufklärung wären. Häufig betten sie die sexuelle Ausbeutung in „Alltagshandlungen“ ein.

Den Widerstand des Opfers ignorieren

Kinder merken, wenn irgendetwas im Spiel „komisch“ oder eigenartig ist. Doch Täter:innen nutzen ihre erwachsene Überlegenheit aus, um ihren Opfern zu versichern, dass alles in Ordnung und normal ist. Mädchen und Jungen spüren sehr deutlich den Unterschied zwischen zärtlicher Zuwendung und sexuellen Grenzverletzungen. Sie möchten die emotionale Zuwendung nicht verlieren und haben Schwierigkeiten, sich offensiv zur Wehr zu setzen. Zum Beispiel kichern sie ein verlegendes „Nein“, machen ihren Körper steif oder drehen den Kopf weg. Diese Signale werden von Täter:innen zwar erkannt, aber ignoriert und übergangen.

Redeverbot

Täter:innen erklären die sich steigernden sexuellen Missbrauchshandlungen zum gemeinsamen „kleinen Geheimnis“ und reden damit Mädchen und Jungen eine aktive Beteiligung ein. Zum Beispiel müssen Kinder „hoch und heilig“ versprechen, über die gemeinsamen „Spielereien“ zu schweigen. Kleine Kinder „verplappern“ sich zwar häufig und berichten von dem Erlebten, doch ihre Umwelt nimmt das scheinbar Unglaubliche nicht ernst oder wahr. Nach einer Weile beugen sich die Opfer meist dem Schweigegebot, sie schämen sich und spüren, dass es „besser“ ist, den Mund zu halten.

Opfer zum Schweigen bringen

Wenn der Widerstand von Mädchen und Jungen zunimmt, setzen Täter:innen oftmals massive Mittel ein, um das Opfer zum Schweigen zu bringen. Dabei verfügen sie über perfide Strategien: Sie reden dem Opfer eine aktive Beteiligung ein, beteuern die große Liebe, erregen Mitleid, sie drohen und erpressen oder wenden Gewalt an. Zumeist wird dem Opfer erst sein „eigenes“ Verhalten vor Augen geführt: „Du hast ja mitgemacht“, „Dir hat es ja auch Spaß gemacht“, „Hättest du nur deutlich NEIN gesagt, ich hätte sofort aufgehört.“ Eine andere Variante ist: „Wenn die anderen wüssten, was du hier mit mir gemacht hast …!“ Oder: „Ich tue das doch nur, weil ich dich so unendlich liebe.“

Oft droht ein Täter oder eine Täterin: „Wenn du darüber redest, dann … wird deine Mama krank, … glaubt dir sowieso keiner, … hat dich keiner mehr lieb, …dann kommen wir beide ins Gefängnis, … kommst du ins Heim, … machst du die Familie kaputt, … stirbt dein Haustier.“

Auch hier sorgt die kognitive Überlegenheit der Erwachsenen dafür, dass das Kind solche Drohungen zunächst ernst nimmt. Ist sich der Täter oder die Täterin sich nicht sicher, ob das Schweigegebot hält, kann es durchaus vorkommen, dass das Haustier tatsächlich umgebracht wird oder der Täter bzw. die Täterin Gewalt einsetzt, um seinem/ihrem Wunsch Nachdruck zu verleihen.

Findet der Missbrauch im religiösen Kontext statt, bringen Täter:innen den „Lieben Gott” ins Spiel: Gott hätte angeordnet, dass Kind für „seine Sünden zu bestrafen“ oder er wende sich von dem Opfer ab, falls es darüber sprechen sollte.

Das Gefühl der Erniedrigung und Beschämung der Opfer steigt mit der filmischen oder fotografischen Dokumentation der sexuellen Ausbeutung. Im Unterschied zu den Opfern sexueller Gewalt ohne Dokumentation bedeutet das digitale Festhalten der sexuellen Ausbeutung für die Opfer, dass der Missbrauch niemals endet.

Betroffene leben bis ins Erwachsenenalter in der berechtigten Angst, dass das Film- und Bildmaterial noch im Umlauf ist und jemand sie erkennt.

Jeder Mensch, dem sie begegnen, könnte die Aufnahmen gesehen haben. Einmal ins Internet gestellt, werden die Daten unkontrolliert weiterverbreitet und sind nicht mehr rückrufbar.

In der „Internationalen Klassifikation der Krankheiten“ (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Pädophilie als „Störung der Sexualpräferenz“ aufgeführt. Sie beschreibt die sexuelle Ausrichtung auf vorpubertäre Kinder. Pädophile Personen reagieren demzufolge sexuell auf Kinder und wünschen sich sozialen Umgang und Kontakt mit ihnen.

Mit Blick auf das konkrete sexuelle Verhalten gelingt es einem Teil der betroffenen Männer, die sexuellen Impulse lebenslang auf der Fantasieebene zu belassen. Auf keinen Fall ist daher die Diagnose Pädophilie oder Hebephilie (die sexuelle Ausrichtung auf pubertäre Kinder) mit sexuellem Kindesmissbrauch oder sexueller Ausbeutung durch Kinderpornografie gleichzusetzen.

Dennoch muss bei Pädophilie davon ausgegangen werden, dass der Wunsch besteht, Kinderpornografie zu konsumieren und/oder sexuelle Kontakte zu Minderjährigen aufzunehmen. Diese Verhaltensimpulse resultieren aus der sexuellen Präferenz und bedürfen einer lebenslangen Kontrolle.

Zuverlässige Daten darüber, wie groß der Anteil pädophiler Menschen in der Bevölkerung ist, gibt es bisher nicht. Eine Schätzung in Höhe von circa einem Prozent der deutschen Bevölkerung scheint allerdings gerechtfertigt zu sein. Ausgehend von den für 2005 ermittelten ca. 30 Millionen Männern zwischen 18 und 75 Jahren wären das in Deutschland circa 300 000 Pädophile.

Der Anteil der Frauen scheint nach bisherigem Kenntnisstand verschwindend gering zu sein. So haben sich z. B. im Rahmen des Präventionsprojektes Dunkelfeld an der Berliner Charité bisher nur zwei Frauen gemeldet; lediglich bei einer konnte tatsächlich eine Pädophilie diagnostiziert werden. Auch in der Forschungsliteratur werden nur wenige Einzelfälle pädophiler Frauen beschrieben.

Untersuchungen ergaben, dass nur 15 % der wegen sexueller Übergriffe auf Kinder inhaftierten Männer alle diagnostischen Kriterien einer pädophilen Hauptströmung erfüllen. Circa 25 % entsprechen einer pädophilen Nebenströmung. (Uni Regensburg, 2010)

Bei 60 % der wegen sexueller Übergriffe auf Kinder inhaftierten Männer lässt sich keine Präferenzstörung im Sinne einer Pädophilie diagnostizieren.

Die Taten werden vielmehr als sogenannte „Ersatzhandlungen“ für eigentlich gewünschte (sexuelle) Interaktionen mit erwachsenen Partner:innen begangen, die aus verschiedenen Gründen nicht sozial adäquat realisiert werden können. Sie werden begangen, um ein Gefühl der Leere zu überwinden, als Kompensation für ein geringes Selbstwertgefühl, Stress, Depression oder soziale Isolation. (Müller, 2010)

Anlaufstellen für Täter:innen:

Bei der DGfPI finden Sie eine Liste von Einrichtungen, die mit erwachsenen Sexualstraftätern arbeiten und eine Liste von Einrichtungen, die mit übergriffigen Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Menschen, die glauben, eine pädophile Neigung zu spüren, finden umfassende und anonyme Hilfe unter: www.kein-taeter-werden.de

Der derzeitige Forschungsstand geht von 10–20 % Täterinnen aus. Wir wissen immer noch zu wenig über die Motive und Hintergründe, da sich die Forschung wie auch die Gesellschaft bei Fragestellungen Frauen als Täterinnen betreffend eher zurückhält.

Jungen, die durch Frauen missbraucht werden, deuten die ihnen zugefügte sexuelle Gewalt häufig als „Einführung in die Liebe” um. Sie prahlen z. B. damit, dass sie schon als 10-Jähriger mit einer erwachsenen Frau geschlafen hätten. Diese Illusion ist für sie leichter, als sich einzugestehen, dass sie sexuell missbraucht wurden.

Bei Mädchen ist der Missbrauch durch Frauen noch weniger mitteilbar als der Missbrauch durch Männer. Der Missbrauch durch Frauen ist gesellschaftlich mehr tabuisiert als der Missbrauch durch Männer. Betroffene glauben deshalb, dass ihnen bei einer Offenbarung nicht geglaubt wird. In Beratungssituationen werden Übergriffe durch Frauen zunächst verschwiegen, um zu testen, ob die Beratungsbeziehung auch tragfähig genug ist.

Tatsache ist, dass Frauen ebenso missbrauchen wie Männer. Sie gehen genauso strategisch vor, die Handlungen sind ebenso gravierend und die Betroffenen werden in gleicher Weise geschädigt.

Das Wort setzt sich aus den Wörtern „sex” und „texting” (englisch für „eine Nachricht schreiben”) zusammen und bezeichnet das digitale Verschicken von sexuellen Inhalten wie Texten, Bildern aber auch Filmen. Mittlerweile ist Sexting unter Jugendlichen sowie unter Erwachsenen sehr beliebt und verbreitet.

Sexting ist aufregend und cool

Gerade in der Pubertät, in der sich Jugendliche mit den Fragen beschäftigen „Wie attraktiv bin ich?”, „Wie komme ich an?”, „Was sagen andere zu mir?”, „Und wie fühle ich mich dabei?” sehen sie im Sexting eine mögliche Art, sich auszuprobieren und viel über sich selbst und andere zu lernen. Allerdings gehört eine Portion Mut dazu und natürlich ein großes Vertrauen in den Empfänger oder die Empfängerin der Nachricht. Für Jugendliche ist Sexting aufregend, cool und erscheint im ersten Moment als sicher: Man ist in einem geschützten Raum – bei sich zu Hause oder bei Freund:innen – macht nur ein Foto oder ein Filmchen und schickt es dann an seinen Schwarm. Da ist doch nichts dabei, oder?

Sexting ist ein großes Risiko

Es stimmt! Erst einmal ist nichts dabei, einer Freundin oder einem Freund ein sexy Bild zu schicken. Und doch geht jeder, der eine digitale Nachricht mit sexuellem Inhalt verschickt, ein sehr großes Risiko ein. Wenn ein Foto oder ein Film erst einmal per WhatsApp, Snapchat, Facebook o. ä. versandt wurde, verliert der/die Sender:in jegliche Kontrolle. Denn alle, der diesen Inhalt in die Hände bekommt, können ihn kopieren, verändern und verbreiten. Wirklich alle! Das kann der Freund oder die Freundin sein, die einen schlechten Tag hat und das Foto einfach weiterverschickt oder jemand, der eifersüchtig ist, und sich nur mal einen kleinen Spaß erlauben will.

Wenn aus „Spaß“ Cybermobbing wird

Solche Späße laufen sehr schnell aus dem Ruder. Die Bilder oder Filme verbreiten sich blitzschnell in der Schule, im Ort, im Verein, überall. Oft werden sie gedankenlos einfach weitergeschickt nach dem Motto „Ist ja nur eine Nachricht.“ Aber das stimmt leider nicht. Es ist viel mehr als das. Und alle, die sich an der Verbreitung dieser Bilder oder Filme beteiligen, werden Teil des Cybermobs. In einigen Fällen gründen Kinder und Jugendliche sogar WhatsApp-Gruppen oder Facebook-Seiten, um das Mädchen oder den Jungen noch mehr in der Öffentlichkeit bloßzustellen. Die Betroffenen werden stark gemobbt. Nicht nur, dass nun jeder in ihrer Umgebung die privaten Bilder oder Filme kennt, sie bekommen dazu noch schreckliche Nachrichten auf allen Kanälen und zu jeder Tages- und Nachtzeit: SMS, WhatsApp- und Facebook-Nachrichten oder ganz altmodisch am Telefon. Und in der Schule wird gelästert. Wenn Kinder und Jugendliche in eine solche Situation geraten, haben sie das Gefühl zu ertrinken. Sie fühlen sich einsam und allein. Sie schämen sich und wissen nicht, an wen sie sich wenden können.

Sexting und sexueller Missbrauch

Erwachsene oder ältere Jugendliche, die darauf aus sind, Mädchen und Jungen zu missbrauchen, handeln sehr gezielt und strategisch. Das Internet gibt ihnen die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche leicht kennenzulernen: Die Profile in den sozialen Medien enthalten oft schon viele für sie interessante Informationen. Sie freunden sich mit den Kindern oder Jugendlichen an und manipulieren sie mit dem Ziel, diesen Kindern und Jugendlichen ein Sexting-Foto oder -Film zu entlocken. In ihren Händen wird das Bild oder das Video dann zu einem Drohmittel: „Wenn du nicht machst, was ich dir sage, schicke ich das Bild an alle deine Freunde, an deine Familie und an die Schule.“ Leider sind diese Täterinnen und Täter nicht leicht zu erkennen und als solche zu identifizieren. Hinzu kommt, dass es mittlerweile organisierte Banden gibt, die ähnlich vorgehen und damit Geld machen. Sie erpressen ihr Opfer, fordern eine Summe Geld für das Nicht-Veröffentlichen eines Sexting-Bilds oder -Films.

Der wichtigste Rat: vorsichtig und clever sein

Die Bandbreite von Sexting ist sehr vielfältig. Sie reicht von Ausprobieren und Selbsterfahrung bis hin zu wirklich schweren Verbrechen. Das bedeutet für Kinder, Jugendliche und natürlich auch für Erwachsene, dass das digitale Versenden von den beschriebenen Bildern oder Filmen mit großer Vorsicht zu genießen ist.

Weitere Informationen und Videos zum Thema Sexting finden Sie hier.

Ihr Kind ist betroffen:

  • Bewahren Sie Ruhe. Seien Sie vor allem dankbar über das Vertrauen Ihres Kindes.
  • Seien Sie verständnisvoll und nehmen Sie die Sorgen ernst.
  • Bei Sexting: Verurteilen Sie nicht die sexy Selbstdarstellung, sondern das, was damit passiert ist, nämlich die Verbreitung durch andere.
  • Bei Sexting: Versuchen Sie herauszufinden, wie es zum Verschicken des intimen Bildes kam. Wurde eventuell Druck auf Ihre Tochter oder Ihren Sohn ausgeübt?
  • Nehmen Sie mit der Person, die das Bild oder die gemeine Nachricht als erstes verbreitet hat, Kontakt auf und vermitteln Sie, dass Sie rechtliche Schritte [1] einleiten werden. (Manchmal reicht schon die Drohung.)
  • Findet das Mobbing hauptsächlich oder auch nur in Teilen in der Schule statt, kontaktieren Sie die Lehrerinnen und Lehrer und holen sich gegebenenfalls Hilfe von außen.

Wenn Ihr Kind an der Verbreitung von Sexting-Bildern oder -Filmen anderer bzw. Cybermobbing beteiligt ist:

  • Weisen Sie Ihr Kind auf die mögliche Strafbarkeit des Handelns hin und bestärken Sie es zur Wiedergutmachung.
  • Bei Sexting: Fragen Sie genau nach: Wo ist welches Bild wann gelandet? Wie können die Bilder gelöscht werden?
  • Fordern Sie Ihr Kind überzeugend und bestimmt auf, alle Bilder, die jemals verbreiten worden sind, auch von anderen, sofort zu löschen.
  • Bei Cybermobbing: Halten Sie Ihr Kind an, sich bei dem betroffenen Mädchen oder Jungen zu entschuldigen und sich nicht mehr an Mobbing-Aktionen zu beteiligen.
  • Regen Sie eine Wiedergutmachung an und fordern Sie auch andere Eltern auf, es Ihnen gleich zu tun.

Hier finden Sie kompetente Hilfe:

Hilfeportal Missbrauch
www.hilfeportal-missbrauch.de

Weißer Ring
https://weisser-ring.de/mobbing

Bündnis gegen Cybermobbing

Nummer gegen Kummer Elterntelefon – Beratung bei Websorgen: 0800 111 0550 (anonym und kostenlos erreichbar)

(1) Hilfreiche Informationen rund um das Recht (abgerufen 18.08.2014)

(erschienen am 27.08.2014 bei „Gut zu wissen”, mit freundlicher Genehmigung von sofatutor)

Nicht alle Mädchen und Jungen, die sexuellen Missbrauch erleben, zeigen Verhaltensauffälligkeiten. Nur selten liegen körperliche Spuren vor, die zweifelsfrei auf sexuelle Gewalt hindeuten. Genauso wenig gibt es eindeutige Verhaltensänderungen, die anzeigen, dass ein Kind sexuell missbraucht wird.

Wenn sich ein Kind plötzlich (oder auch schleichend) anders verhält als gewohnt, sich z. B. von Freundinnen und Freunden zurückzieht, von einem Augenblick auf den anderen aggressiv wird, Albträume hat, keine Lust mehr auf seine Lieblingsspeisen oder Hobbys hat, ist das ein Zeichen dafür, dass es bedrückt ist und irgendetwas mitteilen möchte. Diese Verhaltensänderungen, die von erwachsenen Bezugspersonen auch immer mit Sorge wahrgenommen werden, können verschiedene Ursachen haben: z. B. die entwicklungsbedingte Trotzphase, der Schulwechsel, Pubertät, der Tod eines geliebten Großelternteils, Trennung der Eltern …

Da vielen Menschen sexueller Missbrauch als Teil des eigenen Lebens so fern ist, wird an diese Möglichkeit häufig gar nicht erst gedacht. Um herauszufinden, was los ist, muss ich mir die Zeit nehmen und mit dem Kind ins Gespräch kommen.

Oft machen Mädchen und Jungen, die sexuell missbraucht werden, versteckte Andeutungen. Sie haben plötzlich keine Lust mehr, zum Training zu gehen, mit dem Nachbarn zu spielen und übers Wochenende zur Tante zu fahren, macht auch keinen Spaß mehr.

Werden ihre Anliegen übergangen und sie trotzdem zum Training oder zur Tante geschickt, verlässt Mädchen und Jungen häufig der Mut, sich mit ihrem eigentlichen Kummer anzuvertrauen.

Wird dagegen genauer nachgefragt, was hinter der Lustlosigkeit steckt, erhalten Jungen und Mädchen eher die Möglichkeit, sich zu öffnen.

  • Ruhe bewahren

Die Vermutung eines sexuellen Missbrauchs löst vielfältige und oft konträre Emotionen aus. Zunächst gilt es also, Ruhe zu bewahren und die nächsten Schritte zu planen.

  • Wahrnehmung des Kindes bzw. des/der Jugendlichen

Nicht alle betroffenen Kinder und Jugendlichen zeigen Verhaltensauffälligkeiten. Nur selten finden sich z. B. auch körperliche Spuren. Daher gilt es, auf eindeutige Verhaltensänderungen zu achten. Dabei ist es wichtig, die Verhaltensweisen als Strategie bzw. „Symptomsprache“ des Kindes oder des/der Jugendlichen zu verstehen.

  • Kontakt zum Kind bzw. Jugendlichen stärken

Seien Sie ein:e offene:r, interessierte:r und gesprächsbereite:r Erwachsene:r. Je mehr Sie dem Kind bzw. dem/der Jugendlichen eine eigene Meinung und Bewertung zugestehen, desto leichter fällt es ihnen, ihre belastenden Geheimnisse zu offenbaren.

  • Beobachtungen notieren

Oft ist es hilfreich, Beobachtungen zu Verhaltensänderungen stichpunktartig festzuhalten. Das dient zum einen der inneren Klärung – also der Frage, wie diese Veränderungen einzuordnen sind – und zum anderen für eine spätere möglicherweise notwendige Dokumentation. Dazu gehört auch das Festhalten aller körperlichen, psychischen, sozialen, familiären Gegebenheiten und Veränderungen.

  • Austausch mit anderen

Sprechen Sie mit Kolleginnen und Kollegen über mögliche Verhaltensänderungen des Kindes oder des/der Jugendlichen.

  • Leitung informieren

Besprechen Sie die Vermutung mit der zuständigen Leitung und ggf. mit der zuständigen Fachberatung des Trägers Ihrer Institution (gemäß § 8a SGB VIII „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“).

  • Klären Sie Ihre Vermutung mit Hilfe einer Fachberatungsstelle

Dabei gilt es zu bedenken, dass alle Verhaltensauffälligkeiten durch eine Vielzahl von Ursachen begründet sein können. Eine davon ist ein möglicher sexueller Missbrauch. Es ist demnach wichtig, nicht zu früh zu interpretieren, aber gleichermaßen die Signale nicht zu bagatellisieren.

  • Weitere Schritte einleiten

Es ist wichtig, die weiteren Schritte in Absprache mit der Fachberatungsstelle und der Leitung zu planen.

  • Wer hält den Kontakt zum Kind/Jugendlichen?
  • Wer spricht ggf. die Eltern an?
  • Wer wendet sich ggf. an das zuständige Jugendamt?
  • Wie verhält es sich mit der Möglichkeit einer Strafanzeige? Dabei ist wichtig zu wissen, dass Sie nicht zu einer Strafanzeige verpflichtet sind.
  • Denken Sie an Ihre Psychohygiene.

Seien Sie sich Ihrer Haltung und Ihrer persönlichen Grenzen bewusst. Niemand kann ein solches Problem alleine lösen!

Wenn ein Mädchen oder ein Junge Ihnen einen sexuellen Missbrauch andeutet oder erzählt, können folgende Hinweise hilfreich sein:

  • Ruhe bewahren und möglichst sachlich reagieren

Das Mädchen bzw. der Junge braucht jetzt einen Erwachsenen, der in Ruhe zuhört. Betroffene Kinder und Jugendliche sind mit Reaktionen wie Entsetzen und Panik überfordert. Kommen Äußerungen wie „Das ist ja entsetzlich“, „Da müssen wir sofort etwas tun“ oder „Den bring ich um“, nehmen betroffene Mädchen und Jungen ihre Berichte meist zurück. Sollten Sie nicht direkt adäquat reagieren können, teilen Sie dem Kind mit, dass Sie sich informieren und Gedanken machen werden. Kommen Sie dann einen Tag später auf das Anliegen des Kinders zurück.

  • Das Kind ernst nehmen

In aller Regel verharmlosen Kinder und Jugendliche ihre Berichte eines Missbrauchs – oder sie verschweigen das Erlebnis ganz, um den Täter oder die Täterin und/oder die vertrauensvollen Bezugspersonen zu schützen.

Werden die Erlebnisse des Kindes von Erwachsenen heruntergespielt, wie z. B. „Ist ja halb so schlimm“ oder „Am besten, du vergisst alles ganz schnell wieder“, so stützt dies den Missbrauch des Täters oder der Täterin.

  • Bohrende Fragen vermeiden

Häufiges Nachfragen signalisiert dem Kind, dass ihm doch nicht geglaubt wird. Überlassen Sie es dem Mädchen oder Jungen, was und wann sie oder er erzählen möchte. Sie brauchen gar nicht viel zu sagen. Wichtig ist, dass sie für das Mädchen/den Jungen da sind.

  • Dem Kind nie die Mitschuld geben

Sagen Sie dem Kind ausdrücklich, dass es keine Schuld hat. Die Verantwortung trägt immer der Täter oder die Täterin.

  • Die Gefühle des Kindes akzeptieren

Betroffene Kinder haben beispielsweise das Recht, den Täter bzw. die Täterin trotz allem noch zu lieben.

  • Dem Kind keine Vorwürfe machen, dass es sich „erst jetzt“ anvertraut

Loben Sie das Mädchen/den Jungen vielmehr für den Mut, jetzt zu sprechen. Sagen Sie dem Kind, dass das, was ihm passiert ist, auch anderen Kindern widerfahren ist.

  • Zeigen Sie sich als vertrauenswürdig

Machen Sie keine Versprechungen, die Sie nicht halten können, keine falschen Hoffnungen oder voreilige Zusagen.

  • Holen Sie sich Hilfe

Suchen Sie in jedem Fall Unterstützung in einer Beratungsstelle, um Ihre Gefühle und Gedanken zu sortieren und weitere Schritte zum Schutz des Mädchens/des Jungen zu planen.

Eine Studie der Universität Köln aus dem Jahre 2005 (Aggression, Gewalt und sexuelle Belästigung in Chatrooms. Eine Untersuchung der Chat-Kommunikation Jugendlicher im Alter zwischen 10 und 19 Jahren. Catarina Katzer, Institut für Wirtschafts- und Sozialpsychologie, Köln 2005) hat ergeben, dass 38,2 % der 10-19-jährigen Chatter:innen ungewollt sexuell angesprochen wurden.

Mädchen wurden häufiger „angemacht“ oder zu sexuellen Handlungen vor der Webcam aufgefordert, während Jungen häufiger berichteten, Fotos mit nackten Personen oder Pornos zugeschickt zu bekommen. Insgesamt haben aber nur 8 % der betroffenen Mädchen und Jungen irgendjemandem davon erzählt, da sie sich zu sehr schämten.

Studien zufolge wird jedes vierte Mädchen und jeder siebte bis neunte Junge bis zum 18. Lebensjahr Opfer eines sexuellen Übergriffs. Das reicht vom Exhibitionist:innen bis hin zum schwerem sexuellen Missbrauch. Eine Umfrage von SUB/WAY e.V. – einem Projekt der Berliner Jungs e.V. – ergab, dass jeder vierte Junge zu sexuellen Handlungen aufgefordert wurde.

Jungen als Opfer sexueller Gewalt waren lange Jahre nicht im Blick der (Fach-)Öffentlichkeit.

Oft missbrauchen Täter:innen mehrere Kinder parallel, wobei Mädchen als Opfer eher erkannt und Jungen leichter übersehen werden. Dementsprechend herrscht auch in den Köpfen der meisten Jungen vor, dass sexueller Missbrauch nur Mädchen betrifft. Die Opferrolle lässt sich für Jungen nicht gut mit dem eigenen Selbstbild vereinbaren, in dem Stärke, Kontrolle und Überlegenheit eine große Rolle spielen. Dieses Selbstbild ist Ergebnis der gängigen Vorstellungen, wie ein Junge zu sein hat.

Gerade Jungen, die ein traditionelles Jungenbild verinnerlicht haben, nach dem ein Junge nicht schwach sein darf, bringen sexuelle Übergriffe durch eine erwachsene Person völlig aus der Fassung. Sexueller Missbrauch ist für Jungen sehr verwirrend. Sie wissen nicht genau, was passiert, sie ekeln sich, haben Angst oder Schmerzen, verlieren die Kontrolle und fühlen sich ohnmächtig. Alle diese Emotionen darf ein Junge nach dieser Anschauung nicht haben. Gleichzeitig ist der Täter oder die Täterin meistens eine enge Bezugsperson, die sie nicht verlieren möchten.

Während des Missbrauchs kann es dazu kommen, dass der Junge eine Erektion bekommt. Diese ist durch die Angstreaktion des Körpers zu erklären. Es heißt nicht, dass der Junge den sexuellen Missbrauch will oder gar genießt, doch der Täter oder die Täterin nutzt diese körperliche Reaktion, um dem Jungen aktives Mitmachen und Lust einzureden und zu unterstellen. Gegen diese „körperlichen Beweise“ hat der Junge keine Argumente und der Täter/die Täterin nutzt dies für seine/ihre Manipulation: „Du hast doch selber Spaß daran, das ist jetzt unser Geheimnis“.

Viele Jungen versuchen ihre Not zu verstecken. Dabei geht es ihnen oft schlecht. Sie wollen, dass der Missbrauch aufhört, wissen aber nicht, was sie machen sollen. Die meisten Jungen denken, sie müssten alles im Griff haben und trauen sich deshalb nicht, sich Hilfe zu holen.

Ist der Täter ein männlicher Jugendlicher oder ein Mann, der in einer scheinbar intakten Beziehung mit einer Frau lebt, fragt sich der Junge: „Bin ich etwa schwul, dass der sich von mir reizen lässt?“ Diese Ängste machen es für Jungen noch schwerer, sich Hilfe zu holen, denn auch Homosexualität ist ein Tabu, über das viele Kinder und Erwachsene noch immer Schwierigkeiten haben zu sprechen.

Auch wenn der sexuelle Missbrauch gestoppt ist, ist das Leiden nicht vorbei. Mädchen und Jungen, die sexuelle Gewalt erfahren haben, müssen sich meist noch lange mit den Folgen der Erlebnisse auseinandersetzen. Dennoch haben sie, wenn die Umwelt ihnen glaubt, sie schützt und in ihren Heilungsprozess unterstützt, eine gute Chance, das Erlebte zu verarbeiten.

Das Kind bei der Bewältigung seiner extremen Gefühle begleiten

Mädchen und Jungen mit sexuellen Gewalterfahrungen brauchen einen geschützten Raum, in dem sie die Gefühle, die sie in der Missbrauchssituation erlebten und nicht ausdrücken durften, ausleben können. Eine solche Wiederbelebung der Gefühle ist nicht nur für die Mädchen und Jungen ein schmerzhafter Prozess. Auch für die Mütter und Väter ist es kaum auszuhalten, wenn sie mit ansehen müssen, wie ihr Kind z. B. nicht mehr aufhören kann zu weinen oder in der Nacht unter Panikattacken leidet. Nur wenn Mütter und Väter erkennen, dass das Durchleiden des Schmerzes der Weg der Heilung ist, können sie die Kraft entwickeln, ihr Kind auf diesem Weg zu begleiten.

Nach sexuellen Gewalterfahrungen fallen Kinder oftmals in ihrer Entwicklung zurück. Manche Selbstverständlichkeiten bereiten ihnen plötzlich fürchterliche Angst. Sie können plötzlich nicht mehr alleine im Raum schlafen, Fahrrad fahren, wollen nicht mehr ihre Freundinnen und Freunden besuchen oder in den Kindergarten gehen. Betroffene Mädchen und Jungen reagieren häufig mit einer für andere kaum nachvollziehbaren Heftigkeit auf alltägliche Situationen.

Das Misstrauen des Kindes akzeptieren

Für Erwachsene ist es kaum nachvollziehbar, dass die Kinder in ihrer Kontaktaufnahme zwischen zärtlicher Annäherung und aggressiver Abweisung hin und her schwanken. So ist es für Väter z. B. oftmals sehr schwer auszuhalten, dass sich ihre Töchter/ihre Söhne eine Zeit lang nicht mehr von ihnen berühren lassen, wenn sie von einem anderen Mann missbraucht wurden. Durch den Missbrauch wurde das Vertrauen des Mädchens/des Jungen in alle Menschen erschüttert. Durch ihr wechselndes Verhalten testen Kinder und Jugendliche aus, ob die Bezugsperson auch wirklich vertrauenswürdig ist. Manchmal dauert es Monate, bis die Beziehung für die Kinder wieder tragfähig ist.

Dem Kind Grenzen setzen

Sexuell missbrauchte Kinder haben erlebt, dass ihre eigenen Grenzen vom Täter/von der Täterin missachtet wurden. Oftmals bringen sie die erlebten Grenzüberschreitungen dadurch zum Ausdruck, dass sie sich selbst gegenüber ihrer Umgebung grenzüberschreitend verhalten. Sie tyrannisieren z. B. einzelne Familienmitglieder oder spielen sich im Kindergarten in extremer Art und Weise in den Mittelpunkt. Derartigem Folgeverhalten sexueller Gewalterfahrung müssen klare Grenzen gesetzt werden, ohne dass das Mädchen/der Junge dafür als Person verurteilt wird. Dies ist möglich, indem man dem Kind unmissverständlich erklärt, dass man dieses Verhalten bei niemandem akzeptiert. Reagieren Eltern zu verständnisvoll, haben Mädchen und Jungen nur reduzierte Chancen, ihr Folgeverhalten zu überwinden. Sie erleben die Nachsichtigkeit zudem wie eine nachträgliche Legitimation der ihnen selbst zugefügten Gewalt: „Die sagen ja nichts dagegen, dann sind die ja auch damit einverstanden, dass der/die das mit mir gemacht hat.“ Erwachsene, die nicht in der Lage sind, ihren Kindern Grenzen zu setzen, werden von betroffenen Mädchen und Jungen als schwach erlebt. Sie bieten ihnen nicht die notwendige Zuverlässigkeit und Stärke, um ihnen bei der Bewältigung der Gewalterfahrungen helfen zu können.

Hilfe für sich selbst suchen

Wird ein Mädchen oder Junge sexuell missbraucht, so wird ebenso den Angehörigen des Opfers Leid zugefügt. Auch ihr Alltag wird durch die Folgen des Verbrechens extrem belastet. Sie müssen nicht nur den selbst erlebten Vertrauensbruch durch den ihnen bekannten Täter oder Täterin verarbeiten. Das oft ambivalente Verhalten des Kindes verlangt von ihnen einen kaum zu leistenden Einsatz.

Eine positive Beziehung zwischen dem Kind und ihren nicht am Missbrauch beteiligten Müttern und Vätern ist eine wesentliche Unterstützung für den Heilungsprozess. Eltern brauchen daher Informationen, damit sie das Kind bei der Bewältigung der Gewalterfahrungen mit viel Verständnis und der notwendigen Klarheit unterstützen können.

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, in einer Beratungsstelle abzuklären, ob eine therapeutische Hilfe für das betroffene Kind zum jetzigen Zeitpunkt angebracht ist und inwieweit die Eltern bzw. Angehörigen durch Beratung Unterstützung erfahren können.

Erwachsene, die sich Sorgen um ein Kind machen und annehmen, es wird möglicherweise missbraucht, finden kostenlos und anonym Hilfe beim Hilfeportal Sexueller Missbrauch unter 0800 – 22 55 530 bzw. unter www.hilfeportal-missbrauch.de

Auch bei unserer Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs unter 0800 22 55 530 oder www.sprechen-hilft.de finden Sie Hilfe und Beratung.

Was können wir tun, um Kinder vor verstörenden digitalen Inhalten und Pädokriminellen zu schützen? Hier sind einige Tipps, mit denen Ihre Kinder oder Schüler sicherer im Netz unterwegs sind:

  • Schließen Sie mit Ihren Kindern ein „Digitalabkommen“ wie dieses hier.
  • Informieren Sie sich über Sicherheitssoftware, die das Benutzen der Webseiten begrenzt (z.B. www.time-for-kids.de).
  • Platzieren Sie den Computer im „öffentlichen“ Raum und zwar so, dass man den Bildschirm beim Betreten des Raumes sehen kann. Ein Computer im eigenen Zimmer Ihres Kindes ist keine gute Idee.
  • Behalten Sie auch die Onlineaktivität Ihrer Kinder am Smartphone im Auge. Begrenzen Sie die Onlinezeit. Am besten mit einer „Handygarage“, in der das Smartphone ab einer gewissen Zeit, z. B. ab 20 Uhr, „geparkt“ wird.
  • Wenn Ihr Kind unbedingt ein Tablet-Computer besitzen muss, nutzen Sie ein spezielles Kinder-Pad. Testberichte finden Sie hier.
  • Ein Profil einzurichten heißt, sich vor den Augen der Welt darzustellen. Besprechen Sie mit Ihren Kindern oder Schülern, wie sie sich online bzw. digital darstellen.
  • Lassen Sie Ihre Kinder oder Schülerinnen und Schüler kein Profil erstellen ohne ein Setup der Privatsphäre und Sicherheitseinstellung.
  • Erklären Sie Ihren Kindern, wie sie Nutzer, z. B. auf Facebook, im Chat oder im Online-Spiel melden können, wenn sie angemacht werden.
  • Einmal ins Netz gestellte Bilder können von jedermann kopiert und bearbeitet werden. Auch Ihre Kinder haben dann keinerlei Kontrolle mehr über das Bild.
  • Besprechen Sie, welche persönlichen Informationen Ihr Kind online oder digital weitergeben darf.
  • Wenn Sie „Stalking“ oder sexuelle Ausbeutung eines Kindes vermuten, holen Sie sich Hilfe und schalten Sie ggf. die Polizei ein.
  • Besuchen Sie mit Ihrem Kind kindgerechte Webseiten und Suchmaschinen (www.blinde-kuh.de; www.fragfinn.de) und treffen Sie zusammen eine Auswahl.
  • Überlegen Sie bei jüngeren Kindern, ob das Handy bereits mit Bluetooth und Internetzugang ausgestattet sein muss.

Erwachsene, die sich Sorgen um ein Kind machen und annehmen, es wird möglicherweise missbraucht, finden kostenlos und anonym Hilfe beim Hilfeportal Sexueller Missbrauch unter 0800 – 22 55 530 bzw. unter www.hilfeportal-missbrauch.de

Auch bei unserer Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs unter 0800 22 55 530 oder www.sprechen-hilft.de finden Sie Hilfe und Beratung.

Vertrau deinem Gefühl und lass dich nicht zu Dingen verleiten, bei denen du dich unwohl fühlst. Alles im Netz kann wahr sein oder eben auch nicht. Und das heißt auch, dass Menschen im Netz leichter lügen können als von Angesicht zu Angesicht. Denn auch im Netz wollen wir gemocht und bewundert werden. Das verleitet uns dazu, Dinge zu sagen, die wir sonst nie sagen, oder Dinge mitzumachen, die wir sonst nicht tun würden.

Online ist es manchmal schwer zu entscheiden, was richtig oder falsch, was gelogen oder wahr ist. Es ist sehr hilfreich, wenn man eine Person kennt, der man vertrauen kann und die einem in schwierigen Situationen hilft.

In diesem Video erfährst du, welche Rolle Smartphones für Täter:innen spielen.

Es ist sexueller Missbrauch, wenn eine Person ihre Machtposition, das heißt, die Unwissenheit, das Vertrauen und die Abhängigkeit eines Mädchens oder Jungen für eigene Bedürfnisse nach Macht und sexueller Befriedigung benutzt.
 Dazu gehört zum Beispiel, wenn ein Täter oder eine Täterin:

  • ein Mädchen oder einen Jungen zur eigenen sexuellen Erregung anfasst oder sich berühren lässt,
  • ein Kind zwingt oder überredet, ihn/sie nackt zu betrachten oder sexuellen Handlungen zuzusehen,
  • ein Mädchen oder einen Jungen zwingt oder überredet, sich nackt auszuziehen, zu berühren, dabei zu fotografieren oder zu filmen,
  • Kinder für pornographische Zwecke benutzt oder ihnen Pornografie vorführt,
  • Mädchen oder Jungen zu oralem, analem oder vaginalem Geschlechtsverkehr zwingt oder überredet – also vergewaltigt,
  • ein Mädchen oder einen Jungen zwingt, die Tat(en) zu verschweigen.

Mädchen sind häufiger von sexueller Anmache und sexueller Gewalt betroffen, aber auch Jungen sind Opfer solcher Straftaten. Für Jungen ist es oft schwerer, über das Erlebte zu sprechen oder sich Hilfe zu holen, weil sie denken, dann nicht hart, cool oder männlich zu sein. Das wissen auch Täter und Täterinnen und beeinflussen ihre Opfer mit diesen falschen Behauptungen.

Wenn Erwachsene an sexuellen Missbrauch denken, verstehen die meisten darunter einen gewalttätigen, brutalen Angriff durch Fremde oder flüchtige Bekannte. Dieser Eindruck ist falsch! In 94 Prozent der Fälle von sexuellem Missbrauch sind die Täter Menschen, die den Kindern bekannt sind. Oft ist es sogar jemand, den das Mädchen oder der Junge liebt oder dem sie vertrauen (z. B. Vater, Stiefvater, Opa, Tante, Onkel, Lehrer, Pastor, Bruder …). Der größte Teil der Täter ist männlich, doch Mädchen und Jungen erleben sexuellen Missbrauch auch durch Frauen.

Sexuelle Missbrauchshandlungen werden von Tätern geplant, und die Intensität der Übergriffe wird gesteigert. Selten bleibt es bei einer einmaligen Begebenheit. In der Regel wiederholt sich der Missbrauch über Jahre hinweg, bis Erwachsene die Hinweise des Mädchens oder des Jungen verstehen, ihnen glauben und den Missbrauch beenden. 
Sexueller Missbrauch ist eine schmerzhafte Erfahrung für die Betroffenen und deren Vertrauenspersonen.

Dein Körper gehört dir, du bist wichtig, du hast das Recht, dich zu schützen. Du hast z. B. ein Recht darauf, allein zu baden oder zu schlafen. Du darfst bestimmen, wie, wann, wo und von wem du angefasst werden willst.

Deine Gefühle sind wichtig. Sie machen dich einzigartig, und du kannst ihnen vertrauen. Zeige, wie du dich fühlst. Erzähle, wenn du ängstlich, traurig, glücklich oder verunsichert bist.

Berührungen sind für jeden Menschen wichtig. Liebevolle, angenehme und zärtliche Berührungen fühlen sich gut an. Einige Berührungen tun richtig weh. Solche Berührungen sind nicht in Ordnung. Niemand wird gern geschlagen, getreten oder geschubst.

Manche Berührungen passen nicht zu deinem Gefühl und sind irgendwie komisch, ohne dass du sagen kannst, warum! Einige verwirren dich, wie z. B. zu lange und zu feste Umarmungen. Gekitzelt zu werden kann anfangs lustig sein, aber es wird unangenehm, wenn die Person nicht aufhört, obwohl du es willst.

Manchmal nutzen Erwachsene Kinder aus: Sie berühren dich, ohne darauf zu achten, wie du dich fühlst. Das kann ein älterer Freund sein, ein Erzieher, ein Verwandter oder dein Vater oder deine Mutter sein. Es kann auch sein, dass jemand selbst angefasst werden will und dann ein Mädchen oder einen Jungen dazu überredet oder zwingt, ihn anzufassen.

2021 nutzen weltweit über 1 Milliarde Menschen die Social-Media-Plattform Instagram. 95 Millionen Beiträge werden täglich veröffentlich. (Quelle: https://www.wiwo.de/blogs/ Kroker’s Look @ it)  Egal, ob du bei Insta, Reddit, TikTok, usw. unterwegs bist oder ob du WhatsApp nutzt oder ein Game zockst und mit anderen chattest (Ingamechat), du kannst über die Einstellungen deine Privatsphäre schützen, oder zumindest verbessern. Es ist gut zu wissen, wie du die Einstellungen in deinem Account zu deiner Sicherheit bearbeiten kannst. Dazu gibt es Tutorials im Netz, die dich unterstützen. Oder noch besser, du fragst eine Person deines Vertrauens, die dir zeigt, wie es geht.

Es geht immer darum, dass jemand seine Macht oder Autorität dir gegenüber benutzt, um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Sexuelle Übergriffe können ganz verschiedene Formen haben:

  • Jemand schikaniert, beleidigt oder erniedrigt dich im Netz.
  • Jemand schickt dir gegen deinen Willen pornografische Fotos zu.
  • Jemand erpresst Fotos oder Filme von dir.

Hier erfährst du mehr über sexuelle Belästigung im Netz und wie du damit umgehen kannst.

Mobbing bedeutet, dass jemand regelmäßig über einen längeren Zeitraum z. B.:

  • ausgegrenzt,
  • gedemütigt,
  • ausgelacht,
  • schlecht gemacht,
  • geschubst,
  • gehauen,
  • nicht beachtet, fertig gemacht oder zu Unrecht beschuldigt wird.

Am häufigsten erleben Mädchen und Jungen Mobbing in der Schule. Da können sie sich der Situation nicht entziehen, weil sie hingehen müssen. Manchmal sind es ein paar Mitschüler und/oder Mitschülerinnen, manchmal ist es die halbe oder sogar die ganze Klasse, die für diese Gemeinheiten verantwortlich sind. Die Bullys, so nennt man die hauptverantwortlichen Mitschüler:innen, sind in der Klasse oft meinungsbildend, dass heißt, sie versuchen zu bestimmen, wer oder was cool ist, wie man sein muss, um dazuzugehören, wer in oder out ist. Sie kommen auf immer neue gemeine Ideen, wie man andere demütigen kann, und denken, dass sie dadurch beliebt sind oder anerkannt werden.

Obwohl die meisten Mobbing eigentlich falsch und ätzend finden, machen sie mit. Aus Angst, sonst selbst zur Zielscheibe zu werden. Dabei wäre es so einfach: Wenn all diejenigen, die es heimlich falsch finden, laut „Stopp“ sagten, wären sie in der Mehrheit und damit viel stärker als jeder Bully. Und trotzdem ist das schwer.

(Quelle: Bremer JungenBüro: „Mobbing ist kein Spaß…sondern Gewalt!“, unter: www.bremer-jungenbuero.de)

Es gibt auch Mobbing im Internet, z. B. über Facebook oder mit Hass-SMS übers Smartphone. Wenn ihr auf diese Art geärgert oder gequält werdet, nennt man das Cybermobbing. Mobbing, egal in welcher Form, ist Gewalt und es muss etwas dagegen unternommen werden.

Auf der Webseite juuuport.de wirst du von anderen Jugendlichen zum Thema Mobbing und Abzocke im Netz beraten. Über hilfeportal-missbrauch.de kannst du Beratungsstellen und Fachleute in deiner Nähe finden.

(Quelle: Bremer JungenBüro: „Mobbing ist kein Spaß…sondern Gewalt!“, unter: www.bremer-jungenbuero.de)

Unter Cybergrooming versteht man das gezielte Ansprechen von Minderjährigen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte. 

Das kann über Social-Media-Plattformen, aber auch in Games über den Ingamechat oder einen Sprachkanal passieren.

Die Täter und Täterinnen bauen eine gefakte Freundschaft zu dem Opfer auf und pflegen diese (to groom: pflegen), indem sie Komplimente und Geschenke (Items/Truppen im Game) machen, angeblich die gleichen Hobbys haben und im gleichen Alter sind usw. Wenn sich die Täter und Täterinnen dann das Vertrauen der Opfer erschlichen haben, behaupten sie z. B., sehr verliebt zu sein, oder dem Opfer absolut vertrauen zu können und schicken dann Nacktfotos (Nudes), die sie irgendwo aus dem Netz gezogen haben, als Liebesbeweis. Dann fordern sie auch entsprechende Bilder/Videos vom Opfer.

Wenn es dem Opfer zu viel wird und es sich zurückziehen, oder andere darüber informieren will, wird die Freundschaft als Druckmittel eingesetzt und Verschwiegenheit eingefordert. Das macht es für die Opfer besonders schwer. Mehr zum Thema Cybergrooming findet ihr auch auf: https://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-grooming/

Das Wort setzt sich aus den Wörtern „sex” und „texting” (englisch für „eine Nachricht schreiben”) zusammen und bezeichnet das digitale Verschicken von sexuellen Inhalten wie Texten, Bildern aber auch Filmen. Mittlerweile ist Sexting unter Jugendlichen sowie unter Erwachsenen sehr beliebt und verbreitet.

Mehr Infos zum Thema Sexting findest du in diesem Video.

Sexy Bilder oder Filme verschicken. Ich hab’s getan. Und jetzt?

Wenn dir klar wird, dass du möglicherweise ein großes Risiko eingegangen bist, fühlst du dich wahrscheinlich, als würdest du untergehen. Versuche trotzdem, nicht in Panik zu geraten! Atme tief durch. Gib dir die Chance, einigermaßen in Ruhe nachzudenken, was das für dich bedeuten könnte.

Zu erst einmal: Bist du ok? Brauchst du Unterstützung? Wenn ja, geh zu dem Menschen, der dir am besten zuhören und helfen kann. Ein Freund, eine Freundin, jemand aus der Familie oder deiner Schule? Du entscheidest.

Oft fühlt es sich fast unmöglich an, um Hilfe zu bitten. Das nützt aber nix. Du musst jetzt ganz ehrlich sein. Hilfe funktioniert nur dann, wenn du die ganze Wahrheit erzählst. Also sagst, was genau wie passiert ist und welche Sorgen dir das macht. Und dazu gehört auch, dir selbst nichts vorzumachen oder schönzureden.

Wenn du das Gefühl hast, dass du etwas dagegen tun musst, zögere nicht.

Je schneller du dich dem Problem stellst, desto größer sind die Chancen, die Verbreitung der Fotos oder Filme einzudämmen bzw. zu verhindern.

Was kannst du tun? Mehr dazu in diesem Video.

Nein. Du bist nicht schuld. Schuldig ist immer die Person, die Gewalt ausübt.

Aber oft versuchen diese Personen, dir die Schuld oder die Mitschuld zu geben. Das nennt man auch Schuldumkehr (Victimblaming). Ein echt mieses Verhalten, das zeigt dass sie wissen, was sie getan haben und sie die Schuld trifft. Daher ist es wichtig, dass du nie mit deinen Sorgen und Ängsten alleine bleibst. Such dir Hilfe. Das hat nichts mit Petzen oder Verrat zu tun. Vielleicht sind die Eltern manchmal nicht die richtigen Ansprechpartner, dann vielleicht ein:e Lehrer:in oder ein:e älterer:e Mitschüler:in oder einfach auch eine geeignete Hilfeseite.

Betroffene können sich direkt und anonym an den Hilfe-Chat von N.I.N.A. e.V.  wenden und einen Termin vereinbaren.

Kostenlose und anonyme Hilfe findest du auch auf dem Hilfeportal Sexueller Missbrauch oder beim Hilfetelefon 0800 – 22 55 530.

Hier finden Sie einen Überblick über die relevanten Gesetze zum Thema. Die Links führen Sie direkt zu den jeweiligen Gesetzestexten. Sollten Sie eine Anzeige in Betracht ziehen, ist es ratsam, sich für diese Schritte die Unterstützung einer Fachberatungsstelle und/oder juristischen Beistand zu holen.

Quelle: https://dejure.org

Achtes Buch Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfegesetz
§ 8a Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

Kunsturhebergesetz: Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie
§ 22 KunstUrhG

Der 13. Abschnitt des Strafgesetzbuchs (§§ 174–184) regelt die Strafbarkeit der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
§ 174 StGB Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen

§ 176 StGB Sexueller Missbrauch von Kindern

§ 176a StGB Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern

§ 176b StGB Sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge

§ 177 StGB Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung

§ 178 StGB Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mit Todesfolge

§ 179 StGB Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen

§ 180 StGB Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger

§ 182 StGB Sexueller Missbrauch von Jugendlichen

§ 183 StGB Exhibitionistische Handlungen

§ 183a StGB Erregung öffentlichen Ärgernisses

§ 184 StGB Verbreitung pornographischer Schriften

§ 184a StGB Verbreitung gewalt- oder tierpornographischer Schriften

§ 184b StGB Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften

§ 184c StGB Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornographischer Schriften

§ 184d StGB Verbreitung pornographischer Darbietungen durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste

§ 184e StGB Ausübung der verbotenen Prostitution

§ 184f StGB Jugendgefährdende Prostitution

Der 14. Abschnitt des Strafgesetzbuchs regelt die Strafbarkeit der Beleidigung (§§ 185–200)
§ 185 StGB Beleidigung

§ 186 StGB Üble Nachrede

§ 187 StGB Verleumdung

§ 194 StGB Strafantrag

Der 15. Abschnitt des Strafgesetzbuchs betrifft die Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs (§§ 201–210)
§ 201 a StGB Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

Der 18. Abschnitt des Strafgesetzbuchs regelt die Strafbarkeit der Straftaten gegen die persönliche Freiheit (§§ 232–241a)
§ 238 StGB Nachstellung

Aufgepasst: Mit diesen Tipps bist du auf der sicheren Seite

Internet, Chatten, mit dem Smartphone telefonieren, fotografieren, mailen … das alles macht Spaß. Aber informiert euch auch über die Kehrseiten der Technik und schützt euch.

Die wichtigsten Tipps zum Surfen und Chatten

Das Internet ist ein virtueller Raum. Alles ist echt oder eben auch nicht. Es gibt keine Uberprüfung der ins Netz gestellten Inhalte auf ,,Wahrheit“.

Also sei klug, mit dem, was du im Internet über dich offenbarst:

Verrate nie, wer oder wo du bist

  • Deaktiviere die Standorterkennung auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken.
  • Lege dir einen Phantasienamen zu, der nichts über dich verrät, auch nicht dein Alter.
  • Verrate nicht deine Adresse, Telefonnummer oder die Adresse deiner Schule.
  • Gib niemals deine Passwörter weiter, auch nicht deiner besten Freundin oder deinem besten Freund.
  • Überlege, was du über dein Leben mitteilen willst.
  • Sprich nicht über Geld und gib keine Kreditkartennummern oder Kontodaten weiter.

Mach dich im Internet nicht zu „attraktiv“

  • „Sexy“ Fotos laden vielleicht Menschen ein, die du NICHT kennenlernen willst. Sexy Fotos ziehen auch Pädokriminelle an.
  • Schicke niemandem ein „sexy“ oder „sexuell provokantes“ Bild von dir oder Freunden. Wenn du per Internet oder Smartphone ein solches Bild versendest, kannst du dich strafbar machen, denn diese Bilder können als Kinderpornografie gelten.
  • Bilder, die einmal im Internet stehen, können von jedem User gefunden und weiterverwendet werden. Du hast keine Kontrolle mehr darüber!

Gefahren beim Downloaden und Versenden

  • Öffne keine Dateien oder E-Mails, ohne ihre Herkunft zu kennen. Sie könnten verbotene Bilder, Videos oder Viren enthalten.
  • Leite keine (E-Mail-)Adressen deiner Freundin oder deines Freundes weiter, ohne sie gefragt zu haben.
  • Gib keine Informationen über andere Menschen (z. B. Eltern, Geschwister, Freundinnen oder Freunde) weiter, ohne sie vorher gefragt zu haben.
  • Durch Filesharing, Streamen oder kostenfreies Herunterladen von Daten können pornographische Dateien auf deinen Computer geraten, die man nicht so leicht wieder löschen kann. Jede pornographische Darstellung mit Kindern ist verboten und kann dich in ernste Schwierigkeiten bringen.

Werde misstrauisch, wenn …

  • … jemand sich auffällig um deine Sorgen kümmert oder dir übertriebene Komplimente macht.
  • … jemand hauptsächlich über dein Aussehen oder deinen Körper reden will.
  • … jemand über Sex spricht, sexuelle Dinge von sich erzählt oder nach deinen sexuellen Erfahrungen fragt, auch wenn du das gar nicht möchtest.
  • … dir Angebote macht, die sich einfach zu gut anhören, z. B. in einem Film mitspielen, als Modell arbeiten, ganz billig super Turnschuh besorgen oder Ähnliches.
  • … jemand dich gegen deine Eltern oder andere Menschen aufhetzen will.
  • … jemand dir eine Filmrolle oder ein Casting verspricht.

Auch online gilt: „Wenn etwas zu gut ist, um wahr zu sein, ist es sehr wahrscheinlich tatsächlich zu gut, um wahr zu sein.“

Dos and Dont’s beim Chatten

  • Viele Teilnehmer:innen in Kinderchats sind erwachsen und haben ein falsches Profil, um Kinder und Jugendliche anzulocken.
  • Deshalb: Nutze Fantasienamen! Alter und Name nicht durch Alias oder E-Mail-Adresse verraten!
  • In großen Chats und auch Online-Spielen wird man häufig angemacht!
  • Wenn dir jemand Bilder schicken will, sind sie häufig pornografisch. Nicht ermutigen!
  • Kommt’s dir komisch vor: Sag, du bist in der Schule oder deine Eltern kommen gerade heim.
  • Wird’s dir unangenehm: Beende den Dialog und ignorier den User.
  • Bei sozialen Netzwerken kannst du dich über Nutzer beschweren. Bei Facebook heißt das „Als Spam oder Missbrauch melden …“.
  • Triff dich nie mit Älteren! Geh nicht allein zu Treffen mit Chat-Partnern!
  • Suche für das Treffen einen öffentlichen Ort z. B. ein Café oder das Jugendzentrum aus (und nimm dein aufgeladenes Handy mit).

Typische Anmachsprüche von Pädokriminellen

  • Bist du allein? Wissen deine Eltern, dass du chattest? Hast du ein Handy?
  • Ich bin dir hoffentlich nicht zu alt. Ich bin 43. Schlimm? Fühl mich auch viel jünger ☺
  • Macht doch nichts, dass du erst 14 bist, wichtig ist nur, wie gut man sich versteht.
  • Darf ich dir mal eine persönliche Frage stellen? Zu persönlich/intim? Sei ruhig offen!
  • Ich mache … Schlimm? Wenn ich dir das sage, gehst du bestimmt aus dem Chat.
  • Was hast du an? Und darunter?
  • Hast du schon Brüste? Welche Körbchengröße?
  • Wachsen dir schon Schamhaare? Muss dir nicht unangenehm sein. Ist doch was ganz Natürliches.
  • Hast du schon einen Freund? Hattest du schon etwas mit einem Jungen?
  • Ich mache nichts, was du nicht willst. Das wird dir auch gefallen. Macht doch jeder, aber keiner redet drüber.

(Quelle: Jugendschutz.net: „Chatten ohne Risiko? Zwischen fettem Grinsen und Cybersex“, unter: http://www.jugendschutz.net/pdf/chat_spickzettel_teens.pdf)

ACHTUNG

Wenn dir etwas davon passiert, solltest du es auf jeden Fall einer erwachsenen Person deines Vertrauens erzählen.

Hier kannst du nochmal die Surf und Chat-Tipps als PDF herunterladen und sie dann an Freunde verschicken oder ausdrucken.

Surf und Chat-Tipps als Download (PDF)

Am besten du schließt mit deinen Eltern gleich noch das Internetabkommen, was wir hier für euch gemacht haben. Damit bist du und deine Eltern immer auf der sicheren Seite.

Internetabkommen (PDF)

Media-Tipps für Kinder und Jugendliche

Bücher für Kinder

Sonja Blattmann (2003): Ich bin doch keine Zuckermaus. Neinsagegeschichten und Lieder mit CD. Verlag mebes & noack.

Gisela Braun und Dorothee Wolters (1991). Das große und das kleine Nein. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr.

Gisela Braun und Dorothee Wolters (2004): Melanie und Tante Knuddel. Verlag mebes & noack.

Ursula Enders (2009): Wir können was, was Ihr nicht könnt. Ein Bilderbuch über Zärtlichkeit und Doktorspiele. Verlag mebes & noack.

Dagmar Geisler (2002): Mein Körper gehört mir! Loewe: Bindlach.

Lydia Keune-Sekula/Franziska Becker (Hrsg.) (2011): Der Kummerkönig. Bilderbuch mit Ratgeber für alle, die sich um Kinder-Kummer kümmern. Wendepunkt e. V. Elmshorn, Verlag mebes & noack.

Marion Mebes (2009): Katrins Geheimnis. Eine Geschichte über sexuelle Übergriffe unter Geschwistern. Verlag mebes & noack.

Britta Vollmer (2009): Hände weg von Han Schu. Medienkombination mit Begleitmaterial und Audio-CD. Verlag mebes & noack.

Bücher für Jugendliche

Annette Weber (2006): Im Chat war er noch so süß. Verlag an der Ruhr.

Brigitte Blobel (2007): Falsche Freundschaft. Gefahr aus dem Internet. Arena Verlag.

Florian Buschendorff (2010):  Geil, das peinliche Foto stellen wir online. K.L.A.R.

Caja Cazemier: (2008) Riskanter Chat. Arena Verlag.

Susanne Clay (2010): CYPERMOB. Mobbing im Internet. Arena Verlag.

Armin Kaster (2012): Ich hab schon über 500 Freunde. K.L.A.R.

Antje Szylla (2010): Alice im Netz. zweihorn.

Christina Wahldén (2004): Kurzer Rock. Frankfurt/Main: Fischer.

Helen Vreeswijk (2009): Chatroom-Falle. Bindlach: Loewe.

Medienprojekt Wuppertal e. V. (2011): Internetkommunikation. Zwei Dokumentationen über die Internetnutzung von Jugendlichen. DVD, 75 Min. Wuppertal.

Mehr Kinder- und Jugendbücher findet ihr bei: www.donnavita.de

Links für Kinder bis 11 Jahre

www.blindekuh.de: Suchmaschine für Kinder/Jugendliche

www.fragfinn.de: Das Netz für Kids.

www.internet-abc.de: Das Internet-ABC bietet Kindern und Erwachsenen Infos, Tipps und Tricks rund um das Internet – ob für Anfänger:innen oder Fortgeschrittene.

www.klick-tipps.net: Steht für Medienkompetenz, Jugendschutz und mehr Rücksicht auf Kinder im Internet.

www.nummergegenkummer.de: Der Verein Nummer gegen Kummer e. V. bietet das Kinder- und Jugendtelefon an. Du hast die Möglichkeit, kostenlos von Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr anzurufen.

www.watchyourweb.de: Hier kannst du dich zum Thema sicheres Surfen informieren.

Links für Jugendliche

www.blindekuh.de: Suchmaschine für Kinder/Jugendliche

www.chatten-ohne-risiko.net: Ausführliche Sicherheitstipps rund ums Thema „Sicher Chatten“.

www.fragfinn.de: Das Netz für Kids.

www.handysektor.de: Hier kannst du dich über die sichere Nutzung von mobilen Netzen informieren. Flyer wie „FERTIGMACHEN IST TABU“, „Respekt und Würde“ und „Tipps to go“ können kostenlos heruntergeladen werden.

www.hilfeportal-missbrauch.de: Die bundesweite Datenbank zeigt, wo es in der eigenen Region Hilfsangebote gibt.

www.ichimnetz.de: Hier findest du alles zum Thema Selbstdarstellung im Netz.

www.internet-abc.de: Das Internet-ABC bietet Kindern und Erwachsenen Infos, Tipps und Tricks rund um das Internet – ob für Anfänger:innen oder Fortgeschrittene.

www.jugendinfo.de: Hier kannst du dich über viele interessante Themen informieren.

www.jugendschutz.net: jugendschutz.net kontrolliert das Internet und sorgt für die Einhaltung des Jugendschutzes.

www.klicksafe.de: Wer die Risiken im Web kennt, kann sich vor ihnen schützen. Zu Problembereichen und Gefahren im Web erhältst du hier interessante Informationen.

www.klick-tipps.net: Steht für Medienkompetenz, Jugendschutz und mehr Rücksicht auf Kinder im Internet.

www.nummergegenkummer.de: Der Verein Nummer gegen Kummer e. V. bietet das Kinder- und Jugendtelefon an. Du hast die Möglichkeit, kostenlos von Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr anzurufen.

www.lizzynet.de: LizzyNet gehört euch Mädchen! Gestaltet mit, schreibt mit und gewinnt bei Wettbewerben!

www.netzcheckers.de: Das Jugendportal für digitale Kultur ist Netzcheckers. Hier erhältst du Tipps und Tutorials zur Mediennutzung.

www.profamilia.sextra.de: Pro Familia bietet eine kostenlose Onlineberatung zum Thema Liebe, Freundschaft und Sexualität an. Du kannst Experten anonym Fragen stellen und dich in einem Forum informieren.

www.watchyourweb.de: Hier kannst du dich zum Thema sicheres Surfen informieren.

www.save-selma.de: Hier findest du ein Spiel, in dem du dem Mädchen Selma helfen kannst, aus einer Missbrauchsbeziehung zu gelangen. Dabei geht es durch verschiedene Stationen: Abhauen, Jugendnotaufnahme, Beratungsstelle, Polizei, Jugend-WG etc.

„Im Netz – Kinder vor sexueller Gewalt schützen“

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Die Neuauflage des Standardwerks für Kinderschutz im digitalen Zeitalter „Im Netz – Kinder vor sexueller Gewalt schützen“ von Diplom-Psychologin Julia von Weiler ist jetzt im Buchhandel erhältlich. Es enthält viele wichtige und praktische Tipps, für alle, die mit Kindern und Medien leben und arbeiten.

Tipps für Eltern

  • Lassen Sie Ihre Kinder maximal 70 Minuten in der Woche das Tablet / Smart-Phone oder den Computer benutzen. Bieten Sie Ihren Kindern Alternativen an wie zum Beispiel Bewegung / Gesellschaftsspiele / Bücher / Spielzeug etc.
  • Lassen Sie Ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt digitale Geräte benutzen.
  • Es ist sinnvoll digitale Geräte offline zu schalten, bevor Kinder sie benutzen.
  • Üben Sie mit Ihren Kindern, dass sie immer sofort ihre Eltern holen wenn sich etwas öffnet was sie nicht kennen oder ekelig finden.
  • Kinder brauchen klare Grenzen von ihren Eltern. Kinder können Grenzen nicht alleine finden.
  • Schenken Sie Ihren Kindern volle Aufmerksamkeit. Legen Sie also ganz bewusst selber so oft wie möglich das eigene Gerät zur Seite.
  • Spielen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind und dem Gerät, z.B. mit den Foto- und Video-Funktionen (Grimassen schneiden, kleine Filme drehen, …)
  • Erklären Sie Ihren Kindern den Unterschied zwischen Inhalten – also Filmen oder Sendungen – und Werbung (auch im Fernsehen).

 

Literaturliste

Literatur für Eltern und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen zu Prävention

Blattmann, Sonja (2010). Nur die Liebe fehlt…? Jugend zwischen Blümchensex und Hardcore. Sexuelle Bildung als Prävention. Verlag mebes & noack.

Braun, Gisela (2008) Ich sag nein. Arbeitsmaterialien gegen den sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen. Verlag an der Ruhr.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Liebevoll begleiten.www.bzga.de (17.05.2010).

Literatur für Eltern und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf

Fegert, J.M., Bütow, B., Fetzer, A.E., König, C.& Ziegenhain, U. (2007). Ich bestimme mein Leben und Sex gehört dazu. Geschichten zur Selbstbestimmung, Sexualität und sexueller Gewalt für junge Menschen mit geistiger Behinderung. Ulm: Schirmer.

Elmer, Corina (2007). Alles Liebe? Eine Geschichte über Freundschaft, Achtung und Liebe.Sachcomic & Begleitmaterial im Paket für Jugendliche mit geistiger Behinderung. Limita.

Petze e.V. (2008). Prävention – Echt stark! Unterrichtsmaterialien für Förderschulen und Förderzentren zur Prävention von sexuellem Missbrauch. Präventionsbüro Petze.

Wildwasser Würzburg (2007). Anna ist richtig wichtig. Ein Bilder und Vorlesebuch für Mädchen mit speziellem Förderbedarf über sexuelle Gewalt. Verlag mebes & noack.

Wildwasser Würzburg (2007). Richtig wichtig – Stolz und stark. Ein FrauenBilderLeseBuch über sexuelle Gewalt für Frauen mit speziellem Förderbedarf. Verlag mebes & noack.

von Weiler, Julia (2011). Im Netz. Tatort Internet. Kinder vor sexueller Gewalt schützen. Kreuz Verlag.

Linkliste

Gute Apps für Kinder

Empfehlungen von Eltern für Eltern: http://bestekinderapps.de/

Von den Profis von „jugendschutz.net“ empfohlen: http://www.klick-tipps.net/kinderapps/

Von familie.de empfohlen: http://www.familie.de/kind/apps-fuer-kinder-523182.html

Von IID für gut befunden: http://www.foxandsheep.de

Informations- und Hilfeseiten

Berliner Landesprogramm „Jugendnetz Berlin“: http://jugendnetz-berlin.de/de/medienbildung/empfehlenswert_kinder.php

„Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ gemeinsam mit „das Erste“, „ZDF“ und „TV Spielfilm“: Schau hin http://www.schau-hin.info/

Studienkreis, die Nachhilfe bietet viele Tipps für Eltern https://www.studienkreis.de/infothek/journal/medienkompetenz/

Suchmaschinen für Kinder

http://www.trampeltier.de/

http://www.blinde-kuh.de

Gute Seiten mit guten Ideen

Empfehlungen der Stiftung digitales Lesen: http://www.stiftunglesen.de/initiativen-und-aktionen/digitales/digitale_empfehlungen

Stiftung Lesen: www.lesestart.de

Medienpädagogische Ideen von Blickwechsel: www.blickwechsel.org

Kinderserver http://www.kinderserver-info.de

Eigene Startseite für mobile Geräte
http://www.kinderserver-info.de/meine-startseite-app.html

Vorsicht Kostenfalle: In-App Käufe sperren!

https://www.handysektor.de/abo-abzocke/detailansicht/article/fiese-kostenfalle-in-apps.html

Filterprogramme http://www.klicksafe.de/service/fuer-eltern/filterprogramme-und-andere-technische-einstellungen/

Privatsphäre bei Instagram

Kinder- und Jugendschutz

Erklärvideo Windows Kinderschutz „Family Safety“: http://www.youtube.com/watch?v=qIBy2eTwPNk

Jugendschutz einrichten Videos

http://www.google.de/webhp?sourceid=chrome- instant&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=jugendschutz +einrichten+windows&tbm=vid

Regeln

Digitalabkommen von Innocence in Danger e.V. 

Medienregeln: http://www.mediennutzungsvertrag.de/

Literatur für betroffene Frauen und Männer

Autorengruppe Tauwetter (1998). Ein Selbsthilfe-Handbuch für Männer die als Junge sexuelle mißbraucht wurden. Verlag mebes & noack.

Bass, Ellen (aktualisierte und überarbeitete Auflage 2009). Trotz allem. Wege zur Selbstheilung für sexuell missbrauchte Frauen. Orlanda.

Bange, Dirk (2007). Sexueller Missbrauch an Jungen. Die Mauer des Schweigens. Hogrefe.

Jensen, Kristian Ditlev (2004) Ich werde es sagen. Geschichten einer missbrauchten Kindheit. Klett Cotta.

Mosser, Peter (2009). Aufdeckung und Hilfesuche bei sexuellem Missbrauch an Jungen. Wege aus dem Dunkelfeld. VR Verlag.

Spangenberg, Ellen (2008). Dem Leben wieder trauen. Traumaheilung nach sexueller Gewalterfahrung. Patmos Verlag.

Die von Innocence in Danger e. V. zur Verfügung gestellten Ratgeber und (Unterrichts-)Materialien für Lehr- und Fachkräfte sowie Schüler:innen und Eltern finden Sie hier.

Sonja Blattmann & Marion Mebes (Hrsg.) (2010), Nur die Liebe fehlt … ? Jugend zwischen Blümchensex und Hardcore. Sexuelle Bildung als Prävention, Verlag: mebes & noack.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Berlin (2007), Ein Netz für Kinder. Surfen ohne Risiko? Ein praktischer Leitfaden für Eltern und Pädagogen.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2007); Handy ohne Risiko? Mit Sicherheit mobil – ein Ratgeber für Eltern.

Jörg M. Fegert, Ute Ziegenhain, Lutz Goldbeck (Hrsg.) (2010), Traumatisierte Kinder und Jugendliche in Deutschland. Analysen und Empfehlungen zu Versorgung und Betreuung Juventa Verlag Weinheim und München.

Feil; Christine/ Decker, Regina/ Gieger/ Christoph (2004), Wie entdecken Kinder das Internet? Beobachtungen bei 5- bis 12-jährigen Kindern. Deutschen Jugendinstituts.

Freund, Ulli & Dagmar Riedel-Breidenstein (2006). Sexuelle Übergriffe unter Kindern. Handbuch Prävention und Intervention. Verlag mebes & noack.

Petra Grimm, Stefanie Rhein, Michael Müller (2010); Porno im Web 2.0 – Die Bedeutung sexualisierter Web-Inhalte in der Lebenswelt von Jugendlichen, Schriftenreihe der NLM, VISTAS Verlag.

Grimm, Petra/Rhein, Stefanie; Vistas (2007), Slapping, Bulling, Snuffing!: Zur Problematik von gewalthaltigen und pornografischen Videoclips auf Mobiltelefonen von Jugendlichen.

Gutknecht, Sebastian, (2007); Gewalt auf Handys. Informationen für Schule, Jugendhilfe und Eltern. Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle NRW e. V.

Stephanie zu Guttenberg (2010), Schaut nicht weg! Was wir gegen sexuellen Missbrauch tun müssen. Kreuz Verlag.

Happy Slapping und mehr …Brutale menschenverachtende oder beleidigende Bilder auf Handys. Rat für Kriminalitätsverhütung in Schleswig-Holstein; Kiel 2007.

Herman, Judith Lewis (2003): Die Narben der Gewalt. Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden. Paderborn: Junfermann.

Innocence in Danger Deutsche Sektion e. V. & Bundesverein zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen e. V. (Hg.), (2007); Mit einem Klick zum nächsten Kick. Aggression und sexuelle Gewalt im Cyberspace.

JIM 2010 Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs).

JIM 2009 Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs).

JIM 2008 Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs).

KIM-Studie 2008, Kinder und Medien, Computer und Internet: Basisuntersuchung zum Medienumgang 6- bis 13-Jähriger in Deutschland, Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs).

Knowhow für junge User (2008), Mehr Sicherheit mit dem WorldWideWeb. Materialien für den Unterricht. Landesanstalt für Medien Nordrhein Westfalen.

Kohlhofer, Birgit & Regina Neu (2008). E.R.N.S.T. machen. Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen verhindern. Ein pädagogisches Handbuch. Verlag mebes & noack.

Kuhnen, Korinna; (2007), Kinderpornographie und Internet. Medium als Wegbereiter für das (pädo-) sexuelle Interesse am Kind? Huber Verlag.

Strohhalm e. V. (2007). Jedes Kind auf dieser Erde ist ein Wunder. Band 1: Interkultureller Kontext für Prävention, Beratung und Elternarbeit sexuellem Missbrauch. Verlag mebes & noack.

Strohhalm e. V. (2007). Jedes Kind auf dieser Erde ist ein Wunder. Band 2: Schutz vor sexueller Gewalt – Konzepte und Erfahrungen interkultureller Präventionsarbeit. Verlag mebes & noack.

Julia von Weiler (2011), Im Netz. Tatort Internet. Kinder vor sexueller Gewalt schützen. Kreuz Verlag.

Julia von Weiler, Annette Haardt-Becker, Simone Schulte Care and treatment of child victims of child pornographich exploitation (CPE) in Germany, in: Volume 16 Issue 2 July 2010: Journal of Sexual Aggression – Special Issue: Child Sexual Abuse and the Internet: Offenders, Victims and Managing the Risk; Co-editors: Julia Davidson, Ethel Quayle, Leonard Morgenbesser and Sarah Brown; Routledge Taylor & Francis Group.

Dorothea Weinberg (2010), Psychotherapie mit komplex traumatisierten Kindern. Behandlung von Bindungs und Gewaltraumata der frühen Kindheit. Leben-Lernen, Klett-Cotta.

Das Thema digitale Medien, Internet und Kinder verunsichert nicht nur Sie, sondern alle. Vielleicht initiieren Sie an Ihrer Schule einen Informationsabend unter dem Motto „Sicherer Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet für Eltern und Kinder.“ Hierbei stehen Informationen über die Chancen und Gefahren der digitalen Welt im Vordergrund.

Die vorliegenden Arbeitsmaterialien bieten Ihnen eine sehr gute Informationsgrundlage und münden vielleicht in ein Klassen- oder gar Schulprojekt. Wenn alle Beteiligten bei der Umsetzung das gemeinsame Ziel im Auge behalten, kann umfassende Medienkompetenz vermittelt und gefestigt werden.

Innocence in Danger hilft weiter, wenn Sie einen Elternabend an Ihrer Schule planen.

Sprechen Sie uns an:

Telefon: 030 – 3300 75 38

E-Mail: praevention@innocenceindanger.de